Jaa, das hier ist zur Abwechslung mal was ernstes, aaah, es lag mit schon so lange auf der Seele das zu schreiben!!! Endlich endlich endlich ^^~~~~~ 'tschuldigung...

Disclaimer: Alle in dieser Geschichte auftauchenden Personen gehören mir ääähm...ich mein natürlich, NICHT mir, sondern öhm...wem eigentlich? oÔ Dem Erfinder von GW eben >.> selbstverfreilich mache ich auch kein Geld mit dieser Story... ach ja, die Überschrift ist dem Wettbewerb gewidmet der mich auf diese Idee gebracht hat^^““ fragt bloß nicht wie...und jetzt viel Spaß beim Lesen

Augenblicke

Langsam ging Wufei durch die Straßen, der Krieg war vorbei und die Menschen waren wieder zu ihren alltäglichen Geschäften übergegangen. Auch die fünf Gundampiloten, die ja nur für den Kampf gelebt hatten, versuchten langsam ein normales Dasein zu führen, zumindest die anderen vier...

Für Wufei war das Leben nur noch eine nie endende, kalte Leere. Er hatte versucht ein normales Leben zu führen, hatte versucht zu vergessen...ihn zu vergessen. Doch es war unmöglich so starke Gefühle einfach aus dem Gedächtnis zu streichen, und wenn er genau darüber nachdachte, wollte er es auch nicht. Er wollte diese Zeit und die Erinnerung an diesen Mann, den er mehr geliebt hatte, als je irgendwen zuvor, nicht einfach so gehen lassen... Und doch wagte er es nicht sie sich zurück ins Gedächtnis zu rufen, es würde die ohnehin noch blutenden Wunden nur weiter aufreißen. So herrschte in Wufei nur eine endlose Leere, er sprach mit niemandem mehr als die nötigsten Worte, wenn überhaupt, er aß nur, wenn die anderen ihn dazu zwangen, natürlich, sie meinten es nur gut. Quatre, mit seiner stets freundlichen Miene, der versuchte ihn zum reden zu bringen, Duo, der es sonst immer in Sekundenschnelle geschafft hatte ihn auf die Palme zu bringen, versuchte verzweifelt eine Reaktion von Seiten Wufeis zu bekommen, selbst Heero und Trowa, die auf ihre Stille Art versuchten ihm Trost zu spenden...aber das war das schlimmste von allem, er fühlte nichts mehr. Nur noch Leere...da wo einst eine vertraute Wärme in seinem Herzen ihren Platz hatte, mit ihr schienen auch alle anderen Gefühle gegangen zu sein. Nur der Schmerz und die Trauer, diese hartnäckigen Zeitgenossen, waren geblieben... und irgendwo ganz tief innen... Sehnsucht, Sehnsucht nach...Nein, Wufei schnitt den Gedanken ab, bevor er ihn durchdringen konnte, er begann, sich etwas mehr auf die volle Straße zu konzentrieren, nur um sich abzulenken. Er hatte es in ihrer Wohnung einfach nicht mehr ausgehalten, zwar wusste er zu schätzen, dass die anderen sich um ihn sorgten und er war ihnen auch dankbar, aber er wusste, dass keiner von ihnen seinen Schmerz nachvollziehen konnte. Wie auch? Sie waren glücklich, Quatre hatte Trowa und Heero hatte Duo, ihre Geschichte hatte ein Happy End' gefunden und Wufei kam sich dort mehr als fehl am Platz vor, deswegen war er in die Stadt gegangen und streifte ziellos umher. Sein Blick schweifte über die Gesichter der Menschen die ihm entgegen kamen. Zwei fremde Augen...ein fremder Blick...ja, jeder Mensch, der einem auf der Straße begegnete, jeder Blick erzählte eine andere Geschichte, die Geschichte desjenigen, dem er gehörte, jeder Blickkontakt dauerte nur einen Moment, manchmal kürzer als ein Wimpernschlag, bevor er abbrach und für immer verschwand. Was seine eigenen Augen den Menschen wohl für eine Geschichte erzählten?

Dann, ganz plötzlich sah er es, zwei wunderschöne kornblumenblaue Augen, ein noch schönerer Blick...ein Blick von dem Wufei geglaubt hatte, er würde ihn nie wieder sehen, aber er konnte ihn ja auch gar nicht wieder sehen, oder? Er blinzelte, nur kurz, aber der Moment war schon vorbei, der Blick verschwunden. Wufei drehte sich so schnell er konnte um, aber da war niemand, nicht er, nur die Menschenmassen die schon vorher da waren. War das eben nur Einbildung gewesen? Hatte er mit offenen Augen geschlafen? Aber es wirkte so als ob er...Nein! Du wolltest doch nicht mehr daran denken! Wufei beschleunigte seine Schritte, das Herz schlug ihm bis zur Kehle. War da Rosenduft in der Luft? Aber es gab in dieser Gegen nirgendwo einen Blumenladen, geschweige den Grünflächen auf denen die roten Dornengewächse wuchsen... Jetzt spürte er es ganz deutlich... ein Ziehen im Herzen, und mit jeder verstreichenden Sekunde wurde es stärker, sosehr er es auch versuchte, Wufei konnte die Erinnerungen nicht länger zurückhalten, die wie ein Wasserfall über ihn hineinstürzten...

Das Klirren, von aufeinander prallendem Stahl erfüllte die Luft, zwei Gestalten, die sich in einem großen, leeren Raum ein Degenduell lieferten... Ja, es war ihr erstes Aufeinandertreffen gewesen... Wufei war gekommen um ihn zu töten...doch er bestand auf diese altmodische Art sich zu Duellieren und er selbst, hatte angenommen. So war ein hitziger Kampf entbrannt, es dauerte lange, keiner der beiden gab nach und lange Zeit schien auch keiner von beiden die Oberhand zu gewinnen, doch schließlich spürte Wufei, wie ihm das Schwert aus der Hand geschlagen wurde, und der plötzliche Schlag ihn umwarf. Er kniete mit geschlossenen Augen am Boden und fühlte die Klinge seines Gegners nah bei seiner Kehle, er rechnete damit jeden Augenblick zu sterben, aber stattdessen wurde die Waffe plötzlich weggezogen. Überrascht schlug Wufei die Augen auf, doch noch bevor er etwas sagen konnte, hatte Treize ihn bereits an sich gezogen und seine Lippen mit den seinen verschlossen. Wufei war erschrocken, erstaunt, aber...er wehrte sich nicht. Nach schier einer Ewigkeit lösten sie sich voneinander und der junge Schwarzhaarige schaute betreten zu Boden. ‚Wir...wir dürfen nicht...'aber der Größere legte ihm sanft den Zeigefinger auf den Mund ‚Shhht, ich weiß...ich weiß, aber ich konnte nicht mehr anders und warum sonst bist du hier? Jedenfalls nicht, um mich zu töten.' Ja, warum? Doch, eigentlich war ihnen beiden die Antwort bereits klar...

Eigentlich war es unmöglich, er, Treize Kushrenada, war der General von Oz und er selbst, Wufei Chang einer der Gundampiloten, die ausgesandt wurden um ebendiese Organisation zu vernichten und somit waren sie absolute Feinde im Krieg...Doch diesem Aufeinandertreffen folgten weitere, heimlich, meistens nachts, wenn niemand sie vermisste, sollte der Krieg sie doch zu dem machen was er wollte...das war egal. Aber letzten Endes war er der stärkere... Treize war tot, und der Krieg zufrieden gegangen...

Wufei zitterte, diese Erinnerungen an seinen Geliebten schmerzen so sehr... und ja, die Sehnsucht in seinem Herzen galt ihm, nur ihm allein, niemandem sonst. Wufei begann zu rennen, ohne zu wissen wohin, ohne zu wissen warum, rannte er vor dem Schmerz davon? Oder der Sehnsucht hinterher? Das war jetzt weniger von Bedeutung. Er wusste nicht mehr, ob er viele Stunden, oder nur wenige Minuten gerannt war, aber als er anhielt war er an einem Ort, den er noch nie gesehen hatte... Er stand auf einer Anhöhe mit schier endlosem Horizont, ein Rauschen war zu hören, Wufei ging ein paar Meter weiter und bemerkte, dass die Anhöhe eine Klippe war, unten tobte ein graues Meer und schlug mit Schaumkronen gegen spitze Felsen. Als er nach links blickte, sah er die grauen, zum Teil noch zerstörten Gebäude der Stadt, so weit war er also gelaufen...auf der rechten Seite erstreckten sich weitere Hügel, hier und da mit kleinen Wäldern. Doch sein Blick galt wieder allein dem Meer und dem Horizont, er ging noch ein paar Schritte weiter, bis er direkt an der Kante stand. Beim Anblick des Punktes in der Ferne, an dem Wasser und Himmel eins wurden musste er plötzlich fast lachen, es war doch alles so klar. Er hatte seine Erinnerung verdrängen wollen, aus Angst, sie könne verschwinden und er würde wieder verletzt, aber das war genau falsch gewesen... und endlich erlaubte Wufei auch den letzten Erinnerungen in sein Bewusstsein zu fließen, er erinnerte sich an alles, seine kornblumenblauen Augen...die Stimme, die seinen Namen rief... seinen warmen Körper und seine starken Arme, wenn er Wufei damit umschlungen hielt...

Tränen strömten über sein Gesicht, als er daran dachte.

‚Ich liebe dich mein Drache...'

‚Ich liebe dich auch, Treize...'

„...und ich werde dich immer lieben. Mach dir keine Sorgen...“

Wufei schloss seine Augen, noch immer liefen Tränen über seine Wangen, eine Strähne seines schwarzen Haares hatte sich gelöst und flatterte nun im Wind...

>...wir werden wieder zusammen sein...<

Ein Lächeln lag auf seinen Lippen, dann trat er einen Schritt nach vorn.

~ENDE~

Uff...geschafft, ich sag jetzt lieber nicht mehr viel, Kommis, Morddrohungen, Heiratsanträge, alles gern gesehen^^ bloß sagt mir biiiitte wie ihrs fandet...arigato!!!!! *verbeug*